Schulelternbeirat

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Versetzung – Ausgleich schlechter Noten

Platt gesagt werden alle diejenigen versetzt, deren Zeugnisnoten nicht schlechter als »ausreichend« sind bzw. wenn er oder sie nur in einem Fach schlechter ist. Die Entscheidung darüber trifft die Versetzungskonferenz. Eine Versetzung auf Probe gibt es nicht.

Allerdings gibt es die Möglichkeit, eine unter „ausreichend“ liegende Note mit einer guten Note in einem anderen Fach auszugleichen. Hier gelten folgende Regeln:

Noten der Hauptfächer können nur durch Noten anderer Hauptfächer ausgeglichen werden, ebenso wie Noten der Nebenfächer durch Noten anderer Nebenfächer.

Hauptfächer sind Deutsch, Mathematik und die erste und zweite Fremdsprache.

Konkret ausgleichen kann man:

Eine Sechs durch eine Eins oder zwei Zweien und eine Fünf durch eine Zwei oder zwei Dreien.

Eine Sechs muss vor einer Fünf ausgeglichen werden.

Im Gesetz steht dazu

»Allgemeines«

§ 64 ÜSchO

(1) Versetzung und Nichtversetzung sind pädagogische Maßnahmen, die den Bildungsweg der Schülerin oder des Schülers der Gesamtentwicklung, der besonderen Lage und der Lernfähigkeit unter Berücksichtigung der Leistungsbereitschaft anpassen. Ihnen liegt die Feststellung zugrunde, ob eine Schülerin oder ein Schüler eine Klassenstufe mit Erfolg besucht hat und in der nächsthöheren Klassenstufe voraussichtlich erfolgreich mitarbeiten kann. Mit der Entscheidung über Versetzung und Nichtversetzung kann die Empfehlung verbunden werden, die Schullaufbahn zu wechseln.

(2) Der Entscheidung über die Versetzung oder Nichtversetzung werden die Zeugnisnoten des Jahreszeugnisses in den Pflichtfächern und Wahlpflichtfächern zugrunde gelegt. Am Gymnasium wird auch die Note des Wahlfachs Fremdsprache zum Ausgleich herangezogen. […]

(3) Eine Versetzung auf Probe ist unzulässig.

(4) Versetzungsentscheidungen trifft die Klassenkonferenz unter Vorsitz der Schulleiterin oder des Schulleiters oder der Vertreterin oder des Vertreters.

§ 65 ÜSchO

(5) Für den Ausgleich gilt:

Die Note »ungenügend« kann durch die Note »sehr gut« und die Note »mangelhaft« durch die Note mindestens »gut« in einem anderen Fach ausgeglichen werden. An die Stelle der Note »sehr gut« können zwei Noten »gut«, und an die Stelle der Note »gut« zwei Noten »befriedigend« in anderen Fächern treten. Die Note »ungenügend« muss vor der Note »mangelhaft« ausgeglichen werden.

»Versetzung im Gymnasium«

§ 66 ÜSchO

(1) Eine Schülerin oder ein Schüler ist zu versetzen, wenn sie oder er in keinem Fach eine Note unter »ausreichend« oder nur in einem Fach die Note »mangelhaft« hat. Darüber hinaus ist eine Schülerin oder ein Schüler zu versetzen, wenn die unter »ausreichend« liegenden Noten ausgeglichen werden.

(2) Für den Ausgleich gilt:

  1. § 65 Abs. 5 gilt entsprechend.
  2. Ab der Klassenstufe 6 können unter »ausreichend« liegende Noten in Deutsch, der ersten und zweiten Pflichtfremdsprache und Mathematik […] nur durch Noten in einem anderen dieser Fächer oder in der Klassenstufe 6 auch im Pflichtfach Naturwissenschaften ausgeglichen werden. […] An allen Gymnasien können unter »ausreichend« liegende Noten in sonstigen Fächern auch durch die Noten der Wahlfächer Fremdsprache, Naturwissenschaften und Informatik sowie mit Genehmigung der Schulbehörde durch die Noten weiterer Wahlfächer ausgeglichen werden.
  3. Ein Ausgleich ist nicht möglich, wenn in vier Fächern oder in drei Fächern, sofern im letzteren Fall mehr als ein Fach zu der in Nummer 2 genannten Fächergruppe gehört, Noten unter »ausreichend« vorliegen.