Schulelternbeirat

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Tue Gutes und rede darüber – Bericht des SEB

Tue Gutes und rede darüber.

– Walter Fisch (16.02.1910 - 21.12.1966)

Bericht der SEB-Vorsitzenden Ingrid Borgmann über die Arbeit des Schulelternbeirats für die Schuljahre 2011-2013 anlässlich der Wahl zum Schulelternbeirat für 2013-2015

»Tue Gutes und rede darüber« – das ist ein recht unbescheidenes Motto. Aber ich finde, wir haben allen Grund, stolz zu sein auf das, was wir in den vergangenen beiden Jahren geleistet haben.

Zunächst die »harten« Fakten.

Was SEB-Arbeit vor allem ausmacht, ist Kommunikation im weitesten Sinne.

Dazu gehörte in den letzten beiden Jahren

  • die Teilnahme an Sitzungen des SEB (insgesamt 17), an 30 Fachkonferenzen und drei Gesamtkonferenzen3
  • die aktive Mitarbeit bei der inhaltlichen Ausgestaltung schulischer Projekte - in unserem Fall betraf dies das Kompetenztraining, an dem wir an drei Studientagen mitgewirkt haben und das in diesem Schuljahr erstmals für alle Schülerinnen und Schüler durchgeführt wurde,
  • natürlich der Kontakt zu Eltern und Lehrern durch persönliche Gespräche
  • und last but not least der Informationsaustausch mit Ihnen – den Klassenelternvertreterinnen und -vertretern – in unseren Gesprächskreisen, die sich in der vergangenen Amtszeit u.a. mit den Themen Mobbing und Kompetenztraining befassten.

Und dazu gehören außerdem die Elterninformationsabende, die wir in der Regel gemeinsam mit der Schule durchgeführt haben, wie der zur Drogenprävention oder - was mich besonders freut, weil sie auf unsere Initiative stattfanden – die Abende zum Thema Klassenrat und Cybermobbing.

Außerdem veranstalteten wir gemeinsam mit Schülern einen von diesen Schülern vorbereiteten Info-Abend mit dem etwas provokativen Titel »Videospiele – alles nur Gewalt?«. Diesen Vortrag können Sie übrigens am Tag der offenen Tür wahrscheinlich noch einmal sehen.

Leider ist die Resonanz von Elternseite trotz unserer intensiven Informationen noch immer, sagen wir mal, suboptimal. Hier gibt es sicher noch einiges zu verändern und verbessern.

Zurück zu den Zahlen.

Wir haben in diesem Jahr bereits zum 5.Mal in Folge mit großem Erfolg den Schulbuchbasar durchgeführt. Wir waren bei den Begrüßungsabenden der neuen 5. Klässler dabei und haben bei den Wahlabenden für die Klassenelternvertretungen über Elternarbeit informiert.

Gemeinsam mit der Schule haben wir in diesem Jahr erstmalig für die Eltern der neuen 5.Klässler am 1. Schultag einen Begrüßungskaffee angeboten. Dieser »Versuch« wurde sehr gern angenommen, es wird also sicher nicht der letzte gewesen sein.

Seit vielen Jahren organisiert der SEB den Kuchenverkauf am Tag der offenen Tür. In den beiden vergangenen Jahren haben wir zusätzlich eine Schulranzenwiegeaktion bei den Kindern der Orientierungsstufe durchgeführt und neben der Präsentation der Ergebnisse dieser Aktion unsere neue Homepage vorgestellt.

Wir stehen in regelmäßigem Kontakt zur Schülervertretung und haben immer ein offenes Ohr für ihre Wünsche und Probleme. Gerne unterstützen wir sie bei ihren Aktivitäten, wie z. B. bei der Durchführung des im nächsten Jahr geplanten Lauftages.

So wie wir auch den Förderverein bei allen Veranstaltungen, wie beispielsweise den Sommerfesten, unterstützen.

Als wir vor zwei Jahren mit unserer Arbeit begannen, stellte sich ziemlich schnell heraus, was uns allen am Herzen liegt – der Umgang miteinander oder, anders gesagt, das Klima an der Schule.

Wir diskutierten Fragen, wie z. B.

  • Wie können wir die Atmosphäre weiter verbessern?
  • Wie gehen wir mit Konflikten um?
  • Was brauchen wir noch für ein gutes Miteinander?

Dieses Thema war uns immer wichtig. Ich erinnere mich an zahlreiche Diskussionen im SEB, die sich mit Frage nach mehr gegenseitigem Respekt, Kommunikation und gegenseitiger Wertschätzung beschäftigten.

Aus diesen Diskussionen entstand unsere Idee, dem Leitbild mehr Leben einzuhauchen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Schüler und Lehrer bildeten wir eine Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Thema eingehend beschäftigte.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Schon allein die Tatsache, dass es gelungen ist, eine von Schülern, Lehrern und Eltern gemeinsam entwickelte Selbstverpflichtung zu verfassen, ist meiner Ansicht nach bemerkenswert. Wir werden dabei sicher nicht stehen bleiben…

Auch die Einführung der Klassenräte ist mit auf unserem »Mist« gewachsen. Der Klassenrat ist unserer Überzeugung nach ein Mittel, demokratische Umgangsformen zu lernen und Diskussionskultur und gegenseitigen Respekt einzuüben. Deshalb haben wir es befürwortet, dass er im letzten Jahr als Probelauf in allen siebten Klassen eingeführt wurde. Und dass das Kollegium in der Gesamtkonferenz einstimmig für die Festschreibung der Klassenräte als Teil des Selbstkompetenzerwerbsprogramms gestimmt hat, zeigt doch, dass auch die Lehrer dem positiv gegenüber stehen.

Wir haben in unserer Amtszeit einige »Altlasten« abgearbeitet, die teilweise schon Jahre vor sich hin geschmort haben. So gibt es am MGL jetzt eine Vereinbarung zu Klassenfahrten, eine Regelung zum Besuch von Eltern im Unterricht ihrer Kinder und Grundsätze zu Umfang und Verteilung der Hausaufgaben.

Auch diese Vereinbarungen haben wir gemeinsam mit den Lehrern entwickelt und auch sie sind Teil des »Klimawandels«. Bevor es sie gab, sorgten Unsicherheiten, Unwissenheit und unklare Vorgaben oft für Unruhe und Differenzen. Mit diesen klaren Vorgaben werden viele bis dahin oft heftig geführte Diskussionen überflüssig.

Eine der nächsten Aufgaben im Sinne des »Klimawandels« wird die Modernisierung der Hausordnung sein. Auch dieses Thema wird in gleicher Form wie die Konkretisierung des Leitbildes bearbeitet werden. Und wenn auch diese Diskussion auf dem gleichen Niveau geführt wird wie die gerade genannten, können wir ihr wohl zuversichtlich entgegen sehen.

»Tue Gutes und rede darüber« hat Walter Fisch gesagt. Recht hat er!

Ganz unbescheiden sollte das unser Motto werden.

Wir haben viel geleistet und auch viel erreicht. Und das dürfen ruhig auch alle wissen.

Deshalb haben wir einiges für unseren Auftritt in der Öffentlichkeit getan. So gibt es seit Ende des letzten Schuljahres unseren Flyer – sozusagen fürs Grobe, für den allgemeinen Überblick.

Für die Feinheiten, für alle Fragen zum Thema Schule und Elternarbeit am MGL haben wir seit Frühjahr vergangenen Jahres unsere Homepage, auf der alle vorhin angesprochenen Themen noch mal zum Nachlesen zu finden sind. Auf unsere Homepage sind wir ein bisschen stolz, sie wurde inzwischen über 4300 mal aufgerufen, ich denke, dass beweist, dass sie von den Eltern gut angenommen wird.

In den nächsten Tagen wird auch unsere neueste Errungenschaft »ans Netz gehen« – unser Newsletter.

Ich lade Sie alle herzlich ein, diese Möglichkeit der schnellen Information zu nutzen und diesen Newsletter zu abonnieren.

In den letzten beiden Jahren hat sich hier am MGL eine ausgesprochen positive Entwicklung gezeigt.

Durch unsere Präsenz bei allen Konferenzen, unsere Bereitschaft, mit zu diskutieren, Vorschläge zu machen und Vorschläge aufzugreifen und zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, haben wir gezeigt, dass es uns ernst ist mit unserem Engagement.

Dass es uns wichtig ist, was in der Schule passiert und dass wir bereit sind, etwas für die Schule zu tun.

Und wir haben Erfolg damit. Die Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern und vor allem die mit der SL ist im Laufe der Jahre immer besser geworden. Wir sind inzwischen eine gleichberechtigte Institution, wir gehören zum Schulleben dazu. Für die meisten Lehrer sind wir sozusagen eine Selbstverständlichkeit. (Und das war nicht immer so!)

Es gab in unserer Amtszeit einige Gelegenheiten, die meine These belegen. Beispielhaft möchte ich den Besuch der namibischen Delegation nennen.

Die Einladung zur Teilnahme an verschiedenen Aktivitäten der namibischen Gäste habe ich persönlich als ein Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit als Elternvertreterinnen und –vertreter empfunden.

Es ist definitiv nicht selbstverständlich, dass Eltern und Kollegium so gut zusammenarbeiten wie hier bei uns. Ich kenne zahlreiche Schulen, die uns darum beneiden.

Lassen Sie mich noch ein paar Bemerkungen zum Schulelternbeirat der vergangenen beiden Jahre machen. Ich finde, wir haben gut zusammen gearbeitet. Wir hatten viele interessante und auch teilweise sehr kontroverse Diskussionen. Aber wir haben es immer geschafft, eine Lösung oder wenigstens einen Kompromiss zu finden. Dank gegenseitiger Wertschätzung.

Wenn ich so zurückdenke an die Jahre vor unserer Amtszeit, kann ich gar nicht oft genug betonen, wie stolz ich auf das bin, was SEB und Schule inzwischen gemeinsam erreicht haben!

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und ich würde mich freuen, wenn ich diese Arbeit auch in den nächsten beiden Jahren weiterführen könnte.

Abschließend möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken für die gute Zusammenarbeit, die vielen Ideen und die tatkräftige Unterstützung.

Und natürlich für Ihre Aufmerksamkeit!