Schulelternbeirat

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Never change a running system

Bericht der SEB-Vorsitzenden Ingrid Borgmann über die Arbeit des Schulelternbeirats für die Schuljahre 2015-2017 anlässlich der Wahl zum Schulelternbeirat für 2017-2019

Ich möchte Ihnen mit diesem Bericht deutlich machen, welche Rolle der SEB am MGL spielt und welche Bedeutung aktive Elternarbeit an dieser Schule hat.

Kernstück unserer Arbeit waren vor allem die SEB-Sitzungen, von denen wir insgesamt 13 durchgeführt haben. Dabei ging es um viele verschiedene Themen wie z.B.

  • Wie können wir helfen bei Problemen einzelner Klassen?
  • Was können wir tun bei klassenübergreifenden Problemen?
  • Hausaufgabenbetreuung
  • Benutzung der Schulbücher / Kopien
  • Höhe der Kosten für Klassen/Kursfahrten
  • Fotos/Videos drehen mit Privathandys
  • Gibt es eine generelle Regelung zur Nutzung von Hilfsmitteln - z.B. einer Formelsammlung - in Klausuren oder sollte es eine geben?
  • sollten die Schüler ihren Klassenraum auch mal selber kehren oder, anders ausgedrückt, wie steht es mit der Eigenverantwortlichkeit bezgl. Sauberkeit?

Darüber hinaus dienen die SEB-Sitzungen vor allem der gegenseitigen Information. So ist ein fester Tagesordnungspunkt die Information durch die Schulleitung über aktuelle Entwicklungen, geplante Änderungen und Neuerungen. In dieser Amtszeit waren das z.B. die Einführung der Fächer MINT (im 9. Schuljahr) und Darstellendes Spiel (in der 11), die Installation einer Bläserklasse in der 5 oder auch die Einführung des ECDL (europäischer Computer-Führerschein).

Hier geht es oft nicht nur um reine Information, sondern Großteils darum, dass das Schulgesetz (SchG) eine Stellungnahme oder sogar die Zustimmung des SEB fordert. Oder es geht um ein Thema, zu dem die Gesamtkonferenz einen Beschluss fassen muss, was eine entsprechende vorbereitende Diskussion im SEB nötig macht.

Ein weiterer Punkt bei unseren Sitzungen war die Vor- und Nachbereitung von Gesamtkonferenzen und Studientagen.

Und ein wichtiger Schwerpunkt der Diskussionen war immer die Entwicklung neuer Ideen sowie die Überlegungen zu deren Umsetzung. Hier stand für uns z.B. die Frage der Außenwirkung der Schule auf der Tagesordnung.

Obwohl es oft schwierig war, weil die Termine i.d.R. nachmittags stattfinden, haben wir an allen Fachkonferenz-Sitzungen (und das waren in jedem Jahr mindestens 22) teilgenommen. Dort haben wir viele fachspezifische Informationen erhalten. Im Gegenzug wurden unsere Anregungen von Seiten der Kollegen gerne aufgenommen und wir wurden zu den verschiedenen Themen um unsere Meinung gefragt.

Eines der wichtigsten Entscheidungsgremien an der Schule ist die Gesamtkonferenz, die in dieser Amtszeit 3x stattgefunden hat. Hier sind laut Gesetz neben dem Kollegium auch drei Schülervertreter und drei Elternvertreter stimmberechtigt, am MGL nehmen zusätzlich auch die Stellvertreter teil.

Wichtige Beschlüsse in den letzten beiden Jahren waren - ich habe es vorhin schon angedeutet - die Etablierung der Berlinfahrt im 10. Schuljahr, die Einführung einer Hausaufgabenbetreuung in den Klassen 5 - 7, die Einführung der Fächer Darstellendes Spiel und MINT und die Einführung der Bläserklasse.

Ganz wichtig für die inhaltliche Arbeit sind die gemeinsamen Arbeitsgruppen von Schülern, Eltern und Lehrern. Sie sind seit Jahren bei uns am MGL üblich und sehr erfolgreich. In unserer letzten Amtszeit gab es davon zwei.

Die eine beschäftigte sich mit der Überarbeitung des Konzepts zur Studien- u. Berufsorientierung, speziell der inhaltlichen Ausgestaltung, Durchführung, Organisation und evtl. Evaluation von Bewerbungstraining, BIZ-Besuch, Praktikum und dem "Tag der Studien- und Berufsorientierung".

Die zweite AG hatte die Aufgabe, den Studientag zum Thema "Kompetenztrainingstage" vorzubereiten. Hier ging es um die teilweise Umgestaltung und Neustrukturierung der Tage. So sind z.B. gemeinsame Workshops mit verschiedenen Schwerpunkten für die Jahrgänge 10 und 11 angedacht.

Darüber hinaus gründet der SEB bei Bedarf auch interne AGs, wenn Themen langfristiger bearbeitet werden müssen bzw. intensiv vorbereitet sein wollen.

Eine AG befasste sich mit dem Leitbild. Kritisch ist hier anzumerken, dass wir zwar mit viel Enthusiasmus begonnen haben und eine beachtliche Sammlung unserer Vorstellungen und Kritikpunkte erarbeitet haben. Das Frage, wie wir nun weiter damit vorgehen, entpuppte sich jedoch als schwieriges Feld, da beispielsweise ein respektvoller Umgang sehr schlecht messbar ist. Das Thema liegt zur Zeit auf Eis, vielleicht hat der neue SEB dazu auch neue Ideen.

Ich verrate Ihnen kein Geheimnis, wenn ich sage, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die eine weiterführende Schule besuchen wollen, sinkt. Das bedeutet, die Schulen müssen sich etwas einfallen lassen. Ein wichtiger Aspekt sind Werbung und Außenwirkung.

Am MGL gibt es viele tolle Angebote, allerdings sind sie viel zu wenig bekannt oder anders formuliert, sie müssen viel mehr publik gemacht werden.

Die Möglichkeit schlechthin, neue Schüler zu gewinnen, ist der Tag der offenen Tür. Er war auch bisher schon gut, wir dachten jedoch, dass er durchaus noch verbesserungsfähig ist.

Also installierten wir eine weitere AG und sammelten Ideen. Stichworte sind hier: • Werbung (Anzeigen/Plakate/Banner) • wie und wohin verteilen wir die einzelnen Aktivitäten, damit auch alle Beachtung finden • verschiedene Leitfäden für Besucher, damit sie sich besser zurecht finden

Wir sind, natürlich in Absprache mit der Schulleitung, noch in der Ausarbeitungsphase. Lassen Sie sich überraschen.

Es ist für Eltern immer schwierig, an schulischen Aktivitäten teilzunehmen, weil sie oft tagsüber laufen. Dennoch haben wir es geschafft, zumindest mit ein paar Eltern an den beiden Studientagen teil zu nehmen. Themen waren diesmal • Stundenraster, Leitbild, Zukunftswerkstatt MGL • Kompetenztage - inhaltliche Aktualisierung, teilweise Neustrukturierung

Zur Durchführung des Unterrichts gehören üblicherweise Schulbücher. Über deren Einführung entscheidet der Schulbuchausschuss. Er ist eines der laut Gesetz paritätisch besetzten Gremien und tagte ein Mal. Dies war notwendig, da in etlichen Fächern der Lehrplan geändert wurde und deshalb neue Bücher eingeführt werden mussten.

In diesem Zusammenhang möchte ich auch den Schulbuchbasar erwähnen, der in diesem Jahr bereits zum 9.Mal stattfand.

Ein Gremium habe ich bisher nicht erwähnt, vor allem, weil es nicht in Erscheinung treten musste: der Schulausschuss. Der tagt üblicherweise, wenn sich die Gremien nicht einigen können oder wenn z.B. Schüler vom Unterricht ausgeschlossen werden sollen. Dass er nicht in Aktion getreten ist, ist, finde ich, ein weiterer Beweis für die gute Zusammenarbeit und die positive Atmosphäre am MGL.

Und selbstverständlich gehören auch die vielen einzelnen Gespräche mit Eltern und Elternvertretern, die wir im Laufe der Zeit geführt haben, zu unserer Arbeit.

Soweit zu den "offiziellen" Aufgaben. Das MGL lebt jedoch nicht nur von Diskussionen und Konferenzen. Und die Tätigkeiten des SEB beschränken sich auch nicht auf Sitzungen und dgl.

Den Tag der offenen Tür hatte ich ja schon erwähnt. Wie in zahlreichen Jahren zuvor, haben wir auch in den vergangenen beiden dort Kuchen verkauft und den Erlös dem Förderverein übergeben.

Und es gibt schulische Veranstaltungen, bei denen es durchaus nicht selbstverständlich ist, dass die Elternvertretung eingeladen wird. Dass dies bei uns hier eben doch selbstverständlich ist, beweist für mich, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert und wie groß die Wertschätzung der Schule für die Arbeit der Eltern ist.

So sind wir bei den Begrüßungsabenden der neuen 5. Klässler dabei und begrüßen vor allem die Eltern. In diesem Jahr haben wir die Schule auch erstmals beim Infoabend für die 4. Klässler-Eltern unterstützt.

Ein guter Kontakt zu den Eltern von Anfang an ist uns sehr wichtig. Vor 5 Jahren hatten wir erstmals die Idee, seitdem findet er jährlich statt und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Eltern der neuen 5.Klässler: der Einschulungskaffee. Die Spenden, die wir dort erhalten, gehen übrigens auch an den Förderverein.

Ebenso wie bei der Begrüßung der „Neuen“ sind wir selbstverständlich auch bei der Verabschiedung der „Alten“ – bei der Abiturfeier - dabei.

Und ebenso selbstverständlich gehören wir zur Jury beim jährlich stattfindenden Vorlesewettbewerb der 6.Klassen.

Zum Stichwort "guter Kontakt zu den Eltern" - dies gilt natürlich auch für den guten Kontakt zu den Klassenelternvertretern. Nach dem Motto "Wer viel arbeitet, soll auch mal gut essen" haben wir im letzten Jahr erstmals einen **Grillabend **für die KEV durchgeführt. Der ist so gut angekommen, dass wir beschlossen haben, Sie auch in diesem Jahr wieder einzuladen. Merken Sie sich also bitte den 28.09. schon mal vor (Einladung kommt)

Besonders stolz sind wir auf zwei Aktionen, die wir in den vergangenen beiden Jahren organisiert haben:

Als im Sommer 2015 so viele Flüchtlinge in unser Land kamen, haben wir eine Sammlung gestartet und in kürzester Zeit 60 große Müllsäcke und 20 Umzugskartons mit Kleidung und Schuhen zusammen getragen. Dafür geht unser Dank an die Familien des MGL!

Auf unser Betreiben fanden in den vergangenen beiden Jahren in den jeweiligen 10. Schuljahren Fahrten nach Berlin statt. Inzwischen sind sie Bestandteil des Fahrtenkonzepts.

Gleich zu Beginn unserer Amtszeit kam es zu einer recht einschneidenden Veränderung innerhalb des Kollegiums, die auch Auswirkungen auf uns als Elternvertretung hatte - das MGL bekam einen neuen Schulleiter.

Ich gestehe, wir waren einigermaßen gespannt, wie sich das entwickeln würde. Schließlich waren wir, was gute Zusammenarbeit zwischen Schulleitung und SEB angeht, durch seine beiden Vorgänger sehr verwöhnt.

Und ein bisschen bestand die Befürchtung, dass das, was wir gemeinsam in den Jahren aufgebaut hatten, nun womöglich ins Wanken geriete.

Nach nun fast zwei Jahren, nach dem Wegräumen einiger kleinerer Stolpersteine, können wir sagen: es läuft!

Die Zusammenarbeit funktioniert nach wie vor sehr gut - an manchen Stellen sogar besser als je zuvor - wir entwickeln gemeinsame Ideen und setzen gemeinsame Vorstellungen um.

Übrigens waren wir als Schulelternbeirat genau wie die anderen schulischen Gremien selbstverständlich zur offiziellen Amtseinführung von Herrn Schmacke eingeladen. Für mich ein weiteres Zeichen der Wertschätzung.

Gegenseitige Wertschätzung – das ist neben einer guten Kommunikation, glaube ich, die Zauberformel für eine gute Atmosphäre an einer Schule. Die Grundbedingung für ein gutes Lernklima.

Durch unsere Präsenz bei allen Konferenzen, unsere Bereitschaft, mit zu diskutieren, Vorschläge zu machen und Vorschläge aufzugreifen und zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird, haben wir gezeigt, dass es uns ernst ist mit unserem Engagement. Dass es uns wichtig ist, was in der Schule passiert und dass wir bereit sind, etwas für die Schule zu tun.

Der Erfolg gibt uns recht. Die Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern und vor allem die mit der SL ist im Laufe der Jahre immer besser geworden. Wir sind eine gleichberechtigte Institution, wir gehören zum Schulleben dazu. Es ist schon etwas Besonderes, wie Eltern und Kollegium am MGL zusammenarbeiten.

Sicherlich gibt es auch bei uns noch viel zu tun, zu verändern, zu verbessern und voran zu treiben. Und wir werden es nie allen recht machen können. Aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg!

Und was den SEB betrifft, finde ich, wir haben gut zusammen gearbeitet. Wir hatten viele interessante und auch teilweise sehr kontroverse Diskussionen. Aber wir haben es immer geschafft, eine Lösung oder wenigstens einen Kompromiss zu finden.

Auch hier dank gegenseitiger Wertschätzung.

Ich freue mich, dass die meisten heute erneut kandidieren werden, beweist es doch, dass wir gut zusammen gearbeitet haben und die Arbeit Freude gemacht hat.

Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch einmal betonen, wie stolz ich auf das bin, was SEB und Schule bisher gemeinsam erreicht haben!

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und ich würde mich freuen, wenn ich diese Arbeit auch in den nächsten beiden Jahren weiterführen könnte.

Denn es gibt auch weiterhin viel zu tun, es wird weiterhin unsere aktive Mitarbeit bei der inhaltlichen Ausgestaltung schulischer Projekte und Themen gefordert sein, wenn es z.B. heißt, gemeinsam mit den anderen Gremien Ziele zu formulieren für Schulentwicklungsplanung und Qualitätsmanagement.

Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken für die gute Zusammenarbeit, die vielen Ideen und die tatkräftige Unterstützung.

Vielleicht konnte ich Einige von Ihnen neugierig machen und Sie sagen „das klingt interessant, da will ich mich auch einbringen“ – das würde mich freuen!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!