Schulelternbeirat

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Kopfnoten

»Kopfnoten« ist der eher umgangssprachliche Begriff für die Benotung von Mitarbeit und Verhalten unserer Kinder. Sie stehen oberhalb der Fachnoten, daher der Ausdruck. Diese Noten sind nicht ganz unumstritten, vor allem die Note für »Verhalten«, da hier – manches Mal leider auch zu Recht - die Gefahr der Subjektivität seitens der Lehrer/innen befürchtet wird. Die Kopfnoten werden von den Lehrer/innen einer Klasse gemeinsam gegeben.

Anders als bei den Fachnoten gibt es hier nur vier Abstufungen:

  • »sehr gut«, wenn die Mitarbeit oder das Verhalten der Schülerin oder des Schülers besondere Anerkennung verdient,
  • »gut«, wenn die Mitarbeit oder das Verhalten der Schülerin oder des Schülers den an sie oder an ihn zu stellenden Erwartungen entspricht,
  • »befriedigend«, wenn die Erwartungen im Ganzen ohne wesentliche Einschränkungen erfüllt werden,
  • »unbefriedigend«, wenn die Mitarbeit oder das Verhalten der Schülerin oder des Schülers nicht den Erwartungen entspricht. Diese Beurteilung muss im Zeugnis begründet werden.

(ÜSchO § 62, Abs. 3 und 4)

Um eine etwas genauere Vorstellung zu bekommen, was hinter den Kopfnoten steht, ist ein Blick auf die folgende Tabelle vielleicht hilfreich. Aber bitte beachten Sie, dass es sich hierbei nur um Entscheidungshilfen für die Lehrer/innen handelt. Das heißt,die Lehrer müssen sich nicht daran halten.

Andererseits können Sie im Zweifelsfall mit diesem Hintergrundwissen sicherlich besser argumentieren.

Definition gem. § 62 Mitarbeit Verhalten
sehr gut
verdient besondere Anerkennung
sehr aufmerksam
arbeitet stets mit
stets gut vorbereitet
bereit, zusätzliche Aufgaben zu erledigen
vorbildlicher Schüler
freundlich, hilfsbereit
beeinflusst die Klasse günstig
setzt sich im sozialen Bereich der Klasse ein
gut
entspricht den Erwartungen
aufmerksam
arbeitet häufig mit
erledigt regelmäßig seine Hausaufgaben
trägt zu einer positiven Lernatmosphäre bei
»normales«, ordentliches Verhalten
ruhig, angenehm
gibt keinen Anlass zu Klagen
befriedigend
Erwartungen werden im Ganzen ohne wesentliche Einschränkungen erfüllt
beteiligt sich wenig am Unterricht
vorwiegend passivrezeptiv
manchmal ohne Hausaufgaben
bemüht sich kaum um selbstständige Leistungen
unruhig, unbeherrscht
»schwätzt« und stört manchmal
kommt häufiger zu spät
kümmert sich bisweilen nicht um die Anweisungen der Lehrkraft
unbefriedigend
entspricht nicht den Erwartungen (Begründung erforderlich)
sitzt teilnahmslos da
desinteressiert
oft ohne Hausaufgaben
bereitet sich selten vor und vergisst oft seine Arbeitsmittel
verhält sich grob und verletzend zu Mitschülern oder Lehrkräften
stört und provoziert häufig
fehlt oft unentschuldigt
hält sich nicht an diegültigen Regelungen

»Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung in der Schule – Rechtlich korrekt und pädagogisch sinnvoll benoten«, Philologenverband Rheinland-Pfalz in Mainz 2003

Und das steht im Gesetz

»Bewertung von Mitarbeit und Verhalten«

§ 62 ÜSchO

(1) Die Bewertung der Mitarbeit bezieht sich vor allem auf die Arbeitsbereitschaft und das Bemühen der Schülerin oder des Schülers, die sich in Sachbeiträgen zu den selbstständig oder gemeinsam mit anderen zu lösenden Aufgaben äußern. Bei der Bewertung des Verhaltens sind die Rechte und Pflichten der Schülerin oder des Schülers zu berücksichtigen. Die Bewertung bezieht auch das Verhalten in der Gruppe mit ein.

(2) Mitarbeit und Verhalten werden aufgrund der Vorschläge der einzelnen Lehrkräfte durch die Klassenkonferenz unter Vorsitz der Schulleiterin oder des Schulleiters oder der Vertreterin oder des Vertreters bewertet.