Schulelternbeirat

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Kollektivstrafe

Soll die Klasse Ihres Kindes nachsitzen, weil ein paar sich nicht benommen haben?

Sollen alle eine Strafarbeit schreiben, weil ein paar frech waren?

Wird allen etwas verboten, weil wenige sich nicht ruhig verhalten haben?

Das sind drei Beispiele für sogenannte »Kollektivstrafen«. Oft sind sie ein Ausdruck für die Hilflosigkeit einer Lehrkraft in einer bestimmten Situation z. B. Ruhe in der Klasse herzustellen.

Bei allem Verständnis für die Lehrer/innen – solche Strafen sind verboten.

Wenn es in der Klasse Ihres Kindes zu einer entsprechenden Situation kommt, sollten Sie die Lehrkraft freundlich, aber bestimmt darauf hinweisen und Ihrem Kind die Verweigerung erlauben.

Fordern Sie die Lehrerin/den Lehrer durch Ihre/n Elternsprecher/in auf, sich mit der Klasse und/oder den Eltern, beispielsweise auf einem Elternabend, Gedanken darüber zu machen, wie die Situation zu ändern ist und bieten Sie Ihre Hilfe bei der Durchsetzung an. Die Erfahrung zeigt, dass die meisten Lehrer/innen durchaus gern auf die Ideen und Hilfe der Eltern zurückgreifen und es ist immer sinnvoller, wenn Eltern und Lehrer/innen »am gleichen Strang ziehen«.

Und, wie immer: sollte es Schwierigkeiten bei der Umsetzung geben, wenden Sie sich an uns.

Und das sagt das Gesetz dazu

»Anwendung von Ordnungsmaßnahmen«

§ 96 ÜSchO

(3) Ordnungsmaßnahmen für ganze Gruppen sind nur zulässig, wenn jede einzelne Schülerin und jeder einzelne Schüler der Gruppe sich ordnungswidrig verhalten hat.