Schulelternbeirat

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Hausaufgaben

Hausaufgaben sind ein oftmals schwieriges Thema. Sie sollen den Unterricht nachbereiten und das Gelernte vertiefen. Aus diesem Grund gibt es im Lehrerkollegium am MGL keine Diskussion darüber, ob Hausaufgaben grundsätzlich gegeben werden oder nicht. Die überwiegende Mehrheit der Eltern sieht dies wohl genauso.

Vor allem Art und Umfang von Hausaufgaben sorgen jedoch für viele Unklarheiten und häufige Diskussionen.

SEB und Lehrer/innen haben im Schuljahr 2012/2013 das vom Gesetzgeber geforderte, für die gesamte Schule gültige, Regelwerk erstellt (s.u.).

Bitte bedenken Sie, dass es sich hierbei um Grundsätze handelt. Detaillierte Festlegungen, die für alle Schülerinnen und Schüler gelten, würden den individuellen Bedürfnissen der Kinder nicht gerecht werden. Wichtig ist vor allem, dass die Lehrkräfte zu Beginn eines Schuljahres die Schülerinnen und Schüler darüber informieren, wie sie dieses Thema handhaben, ob sie beispielsweise Hausaufgaben benoten oder wie sie mit nicht gemachten Aufgaben umgehen.

Lassen Sie sich auf jeden Fall von den Lehrerinnen und Lehrern erklären, wie die oder der Einzelne damit umgeht, damit es nicht zu Missverständnissen kommt.

Und so lautet die Vereinbarung

»Grundsätze für das Erteilen von Hausaufgaben in den Klassen 5 bis 10 am MGL«

Bei der Stellung von Hausaufgaben in den Klassen 5 bis 10 sind folgende Grundsätze zu beachten:

1. Zweck der Hausaufgaben

1.1 Sie sollen dazu dienen, die Schülerinnen und Schüler zu pünktlicher, sorgfältiger und vollständiger Ausführung von Aufträgen, zu selbstständiger Einteilung der Arbeitszeit sowie zum sachgerechten Gebrauch der jeweils zu benutzenden Hilfsmittel (z. B. Schreib- und Zeichengeräte, Wörterbuch, Tabellen usw.) zu befähigen. Diese Fähigkeiten dürfen nicht von Anfang an vorausgesetzt werden.

1.2 Die Hausaufgaben setzen die im Unterricht eingeleiteten Lernprozesse durch Festigung und Vertiefung von Einsichten, weitere Einübung und Anwendung von Fertigkeiten fort.

1.3 Sie sollen den Unterricht ergänzen und den Fortgang des Unterrichts vorbereiten durch

  • eigene Erkundungen der Schüler/innen (z. B. Lektüre und Untersuchung von Texten, Recherchen, Experimenten)
  • Besorgen und Mitbringen von Materialien in Einzel- oder Gruppenarbeit (Sammlung, Referat)
  • Vertiefung und Erwerb von Kenntnissen (z. B. Vokabeln, Daten, Formeln, Gedichte, Sach-zusammenhänge).
2. Umfang und Schwierigkeitsgrad

2.1 Die Aufgaben sollen von den Schülerinnen und Schülern ohne fremde Hilfe und in angemessener Zeit zu bewältigen sein. Präzise Arbeitsanweisungen erleichtern ihnen das Verständnis und die Ausführung der Hausaufgaben.

2.2 Die Aufgaben sollen nach Umfang und Schwierigkeitsgrad dem Leistungsstand der Klasse entsprechen.

2.3 Der/die Klassenlehrer/in koordiniert bei Bedarf die Anforderungen an die Hausarbeitszeit der Schüler/innen durch Rücksprache mit den Fachlehrern und mit der Lerngruppe.

3. Kontrolle

3.1 Hausaufgaben werden von Lehrer/in regelmäßig kontrolliert. Sie werden in der Regel besprochen und zumindest stichprobenweise überprüft.

3.2 Ein schriftliches Abfragen der Hausaufgaben kann entsprechend der ÜSchO (§51 Abs. 3) erfolgen.

3.3 Mit zunehmendem Alter der Schülerinnen und Schüler kann die Kontrolle durch den Lehrer/ die Lehrerin durch gegenseitige Korrektur der Schüler/innen und durch Selbstkontrolle ergänzt werden.

3.4 Das Versäumen von Hausaufgaben wird von Lehrer/in dokumentiert; bei einem wiederholten Versäumen informiert der Fachlehrer/ die Fachlehrerin die Eltern des Schülers bzw. der Schülerin.

3.5 Hausaufgaben können benotet werden. Die Schülerinnen und Schüler werden zu Beginn des Schuljahres von jedem/r Fachlehrer/in darüber informiert, wie er/sie dies handhabt und welche Konsequenzen nicht erledigte Hausaufgaben nach sich ziehen.

3.6 Versäumte Hausaufgaben werden auch im Krankheitsfall in Absprache mit dem/r Lehrer/in in angemessener Frist nachgeholt.

4. Mitwirkung und Information der Eltern

Die Anteilnahme und das Interesse der Eltern an der Erledigung der Hausaufgaben ihrer Kinder sind Voraussetzungen, wenn Hausaufgaben ihren pädagogischen Zweck erfüllen sollen. Eltern unterstützen ihre Kinder durch Bereitstellung eines geeigneten häuslichen Rahmens, damit diese ihre Hausaufgaben selbstständig anfertigen können.

Über diese Grundsätze werden die Eltern im Rahmen eines Elternabends zu Beginn der Klasse 5 und bei Bedarf informiert.

Und das sagt das Gesetz grundsätzlich dazu

»Hausaufgaben«

§ 51 ÜSchO

(1) Hausaufgaben dienen der Nach- und Vorbereitung des Unterrichts und unterstützen den Lernprozess der Schülerinnen und Schüler. Sie geben Rückmeldung über den erreichten Leistungsstand.

(2) Die Schulen legen im Einvernehmen mit dem Schulelternbeirat (§ 40 Abs. 6 Satz 1 Nr. 3 SchulG) Grundsätze über den Umfang und die Verteilung von Hausaufgaben fest. Dabei berücksichtigen sie, dass Hausaufgaben selbstständig bewältigt werden können, der Leistungsfähigkeit und der Belastbarkeit der Schülerinnen und Schüler angemessen sind und Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler einbezogen werden.

(3) Hausaufgaben werden in der Regel im Unterricht besprochen und zumindest stichprobenweise überprüft. Ein schriftliches Abfragen der Hausaufgaben darf sich höchstens auf die Hausaufgaben der letzten beiden Unterrichtsstunden beziehen und nicht länger als 15 Minuten, in der gymnasialen Oberstufe nicht länger als 30 Minuten dauern.

(4) Ferien sind von Hausaufgaben freizuhalten. Vom Samstag zum darauffolgenden Montag werden keine Hausaufgaben gestellt.