Schulelternbeirat

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Es gibt nicht Gutes. Außer man tut es.

Es gibt nichts Gutes. Außer man tut es.

– Erich Kästner (23.02.1899 - 29.07.1974)

Bericht der SEB-Vorsitzenden Ingrid Borgmann über die Arbeit des Schulelternbeirats für die Schuljahre 2013-2015 anlässlich der Wahl zum Schulelternbeirat für 2015-2017

Dieses Zitat von Erich Kästner könnte man als Motto über die Arbeit des SEB in den vergangenen Jahren stellen. Und wenn ich zurück blicke, finde ich, wir haben viel Gutes getan. Und wir haben allen Grund, stolz zu sein.

Mit diesem Bericht möchte ich Ihnen einen Einblick in das geben, was der SEB in den vergangenen zwei Jahren getan und worüber wir uns den Kopf zerbrochen haben.

Um sich den Kopf zu zerbrechen, muss man sich bekanntlich zusammen setzen, d.h., ein Großteil der SEB-Arbeit besteht aus Sitzungen. In den letzten beiden Jahren waren das

  • 15 SEB-Sitzungen
  • 32 Fachkonferenzen
  • 2 Gesamtkonferenzen und ein Studientag zum Thema „Medienkompetenz“
  • 1 Arbeitsgruppe gemeinsam mit Schülern und Lehrern
  • 1 Arbeitsgruppe im SEB und schließlich noch
  • 3 Sitzungen des Schulausschusses

Ich möchte an dieser Stelle kurz „abschweifen“ zum Schulgesetz (SchG) des Landes Rheinland-Pfalz, um Ihnen ein Beispiel zu geben für die sehr gute Zusammenarbeit der Gremien an unserer Schule. Im Schulgesetz ist die Minimalvorgabe der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Gremien der Schule festgeschrieben. Dort beschränkt sich der Kreis der Aktiven auf drei Eltern und deren Vertreter, die die Elterninteressen in allen Bereichen vertreten sollen. Das sind nicht viele, vor allem, wenn man bedenkt, dass Elternvertretung ein Ehrenamt ist und wir in der Regel auch berufstätig sind.

Am MGL ist eine viel breitere Einbeziehung Standard:

  • Bei uns sind die AGs paritätisch durch alle drei Gremien (Schüler, Eltern, Lehrer) besetzt
  • Hier nehmen auch stellvertretende Schulausschussmitglieder an den Gesamtkonferenzen teil
  • Und auch an den verschiedenen Fachkonferenzen können sich alle interessierten SEB-Mitglieder beteiligen. Das ließe sich in Zukunft noch weiter ausbauen, z.B. durch die Teilnahme auch von stellvertretenden SEB-Mitgliedern.

Zurück zur Realität:

Zu den Aufgaben des SEB gehört natürlich auch der Informations- und Erfahrungsaustausch mit Ihnen, den Klassenelternsprecherinnen und -sprechern, in unseren Gesprächskreisen. In den letzten beiden Jahren haben wir uns dort z.B. von den Schülerfirmen über deren Ideen und Pläne informieren lassen, haben erfahren, welche Aufgaben der Verbindungslehrer hat und haben uns ausgetauscht über die Rechte und Pflichten der Elternvertreter. Und wir haben natürlich persönliche Gespräche mit Eltern und Lehrern über alle möglichen kleinen und evtl. auch größeren Probleme geführt.

Zwei Themen haben uns in den letzten beiden Jahren über einen längeren Zeitraum beschäftigt. Das eine war die Hausordnung. Wie die Vereinbarungen, die wir in den vorangegangenen Jahren getroffen haben, ich nenne hier beispielhaft mal die Themen "Hausaufgaben" und "Schulfahrten", haben wir auch die Hausordnung in einer paritätisch besetzten Arbeitsgruppe gemeinsam mit den Lehrern und Schülern entwickelt. Und das zweite Thema war die Schülerbeförderung. Immer wieder kommt es zu Beschwerden wegen überfüllter Busse, Verspätungen, unfreundlicher Fahrer, schlechter Verbindungen. Wir kennen das alle. Und wir haben überlegt, ob und wie man etwas dagegen tun kann.

Zunächst wollten wir wissen, wie die Betroffenen, also die Schülerinnen und Schüler und indirekt auch deren Eltern, die Situation empfinden. Deshalb haben wir einen Fragebogen entwickelt und an alle Familien verteilt. Und die Resonanz war mit einer Rücklaufquote von etwa 20% beachtlich. Was uns gezeigt hat, dass dies ein Thema ist, das sehr viele Familien betrifft und bewegt. Nach der Auswertung der Fragebögen haben wir dann Gespräche mit Kreisverwaltung und den Busunternehmen geführt. Leider waren diese Gespräche teilweise nicht sehr ergiebig, der VRM beispielsweise hat sich mit dem Argument aus der Affäre gezogen, man könne nicht frei agieren, da die Bahn AG strenge Vorgaben mache. Dennoch waren unsere Gespräche, denke ich, nicht vollkommen umsonst, sie haben zu mehr Verständnis geführt und das Ergebnis der Fragebogenaktion wurde von Seiten der Kreisverwaltung bei der Fahrplangestaltung mit einbezogen.

Natürlich gab es darüber hinaus eine Vielzahl von Themen, die uns beschäftigten, wie z.B.

  • Wie können wir helfen bei Problemen einzelner Klassen
  • Gibt es eine generelle Regelung zur Nutzung von Hilfsmitteln - z.B. einer Formelsammlung - in Klausuren oder sollte es eine geben?
  • sollten die Schüler ihren Klassenraum auch mal selber kehren oder, anders ausgedrückt, wie steht es mit der Eigenverantwortlichkeit bezgl. Sauberkeit?
  • Wäre es nicht sinnvoll, dass die Schüler einmal in ihrer Schulzeit die Hauptstadt besuchen? Mit dieser Idee sind wir übrigens beim Kollegium auf große Zustimmung gestoßen – sie wird bereits in diesem Jahr umgesetzt und für die nächsten Jahre ins Schulfahrtenprogramm integriert
  • Umgekehrt ist die SL auch auf uns zugetreten und hat uns um Unterstützung gebeten, als wir vor zwei Jahren einen massiven Mangel an Musiklehrern hatten. Wir haben daraufhin der ADD gegenüber eindringlich den Wunsch der Eltern nach Abhilfe zum Ausdruck gebracht und ich bin sicher, dies hat dazu beigetragen, dass sich tatsächlich recht schnell eine Lösung fand. Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass sich, sobald die "Gefahr" besteht, die Öffentlichkeit könne involviert werden, auf einmal recht schnell Lösungen finden lassen.

Selbstverständlich gehört zu unserer Arbeit auch ein guter Kontakt zum Förderverein und vor allem zur Schülervertretung, mit der wir uns regelmäßig getroffen haben, für deren Wünsche und Probleme wir immer ein offenes Ohr hatten und deren Aktivitäten, wie die Organisation und Durchführung des Lauftages oder die Renovierung der Küche wir gerne unterstützen.

Wir haben viel geleistet und auch viel erreicht. Und das dürfen ruhig auch alle wissen.

An diesem Punkt möchte ich noch einmal ein bisschen Werbung machen für unsere Homepage "seb-mgl.de". Es gibt sie nun seit drei Jahren und inzwischen wurde sie immerhin mehr als 13000 mal aufgerufen. Das finde ich schon eine recht beachtliche Zahl! Hier finden Sie – fast – alles, was Sie über Schule, Elternvertretung und Gesetze wissen wollen (oder müssen)
Und wir bieten Ihnen unseren Newsletter an, der Sie über aktuelle Themen informieren soll Kleine selbstkritische Zwischenbemerkung: er könnte häufiger erscheinen – daran müssen wir noch arbeiten.

Auch in den letzten beiden Jahren war es uns wichtig, die gute Zusammenarbeit von SEB, Schulleitung und Kollegium zu festigen und zu vertiefen. So haben wir großen Wert darauf gelegt, bei allen Konferenzen präsent zu sein, bei allen Themen mit zu diskutieren, Vorschläge zu machen und Vorschläge aufzugreifen und zu helfen, wo Hilfe gebraucht wird. Ich denke, wir haben deutlich gemacht, dass es uns ernst ist mit unserem Engagement. Dass es uns wichtig ist, was in der Schule passiert und dass wir bereit sind, etwas für die Schule zu tun.

Der Erfolg gibt uns Recht. Die Zusammenarbeit mit den Lehrerinnen und Lehrern und vor allem die mit der Schulleitung ist im Laufe der Jahre immer besser geworden. Wir sind inzwischen eine gleichberechtigte Institution, wir gehören zum Schulleben dazu. Für die meisten Lehrer ist es selbstverständlich, dass der SEB, dass die Eltern da sind und sich einbringen. Und das sie uns in alle relevanten Fragen einbeziehen.

Ich möchte es noch einmal ausdrücklich betonen: Es ist definitiv nicht selbstverständlich, dass Eltern und Kollegium so gut zusammenarbeiten wie hier bei uns. Ich kenne zahlreiche Schulen, die uns darum beneiden.

Lassen Sie mich die wichtigsten Beispiele der Zusammenarbeit zwischen Elternvertretung und Schule noch einmal in Erinnerung rufen. Da wäre z.B. der Schulbuchbasar, den wir am Ende des Schuljahres bereits zum 7. Mal sehr erfolgreich durchgeführt haben. Und da gab es die Elterninformationsabende zur Drogenprävention und zum Thema „Das Lernen lernen“. Bei Letzterem war die die Resonanz von Elternseite sehr erfreulich. Insgesamt ist die Teilnahme trotz unserer intensiven Informationen leider noch immer, sagen wir mal, suboptimal. Hier gibt es sicher noch einiges zu tun.

Am Begrüßungsabend der neuen 5. Klässler sind wir natürlich jedes Mal auch dabei und begrüßen vor allem die Eltern. Vor drei Jahren haben wir gemeinsam mit der Schulleitung überlegt, dass es auch für die Eltern der neuen Schülerinnen und Schüler eine richtige Begrüßung geben sollte – und wir initiierten den Begrüßungskaffee am 1. Schultag. Der Erfolg gibt uns recht, die Eltern finden es eine gute Idee, sich bei Kaffee und Plätzchen zu treffen und eventuell schon fremde Eltern kennen zu lernen.

Ebenso wie bei der Begrüßung der „Neuen“ nehmen wir selbstverständlich auch an der Verabschiedung der „Alten“ – bei der Abiturfeier - teil.

Und ebenso selbstverständlich gehören wir zur Jury beim jährlich stattfindenden Vorlesewettbewerb der 6. Klassen.

Nicht zu vergessen – der Tag der offenen Tür, wo der SEB seit vielen Jahren den Kuchenverkauf organisiert, dessen Erlös dem Förderverein zugute kommt.

Ein Ereignis der vergangenen zwei Jahre ist uns allen noch im Gedächtnis – der Weggang unseres Schulleiters Herrn Brott. Wir hatten einige Jahre sehr gut und erfolgreich zusammengearbeitet und für uns stellte sich natürlich die Frage, wie geht es jetzt weiter? Und hier möchte ich einmal Herrn Hasbach meinen besonderen Dank aussprechen – er hat es nach Herrn Brotts Weggang wunderbar geschafft, trotz doppelter oder dreifacher Arbeit die Elternvertretung nicht zu vergessen, hat uns immer einbezogen und so konnten wir quasi nahtlos an die gute Arbeit von vorher anknüpfen.

Zum Schluss möchte ich noch ein paar Worte über den "alten" SEB, das „Häuflein der Aufrechten“ verlieren. Ich finde, wir haben gut zusammen gearbeitet. Wir hatten viele interessante und auch teilweise sehr kontroverse Diskussionen. Aber wir haben es immer geschafft, eine Lösung oder wenigstens einen Kompromiss zu finden. Dank gegenseitiger Wertschätzung.

Ich freue mich, dass einige heute erneut kandidieren werden.

Wenn ich so zurückdenke an die vergangenen Jahre, kann ich gar nicht oft genug betonen, wie stolz ich auf das bin, was SEB und Schule inzwischen gemeinsam erreicht haben!

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Und ich würde mich freuen, wenn ich diese Arbeit auch in den nächsten beiden Jahren weiterführen könnte.

Denn es gibt auch weiterhin viel zu tun

  • Nach den Herbstferien können wir den neuen Schulleiter begrüßen – der vermutlich neue Herausforderungen und neue Ideen mitbringt
  • Und es wird weiterhin unsere aktive Mitarbeit bei der inhaltlichen Ausgestaltung schulischer Projekte und Themen gefordert sein, wenn es z.B. heißt, gemeinsam mit den anderen Gremien Ziele zu formulieren für Schulentwicklungsplanung und Qualitätsmanagement.

Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken für die gute Zusammenarbeit, die vielen Ideen und die tatkräftige Unterstützung. Vielleicht konnte ich Einige von Ihnen neugierig machen und Sie sagen „das klingt interessant, da will ich mich auch einbringen“ – das würde mich freuen!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!